FV Ottersweier – VfB Bühl, Sonntag 16.00 Uhr

Erstmals in der Historie des FV Ottersweier trifft die erste Mannschaft im heimischen Stadion auf den großen Nachbarn  und Lokalrivalen VfB Bühl.  

Nur so zur Erinnerung: Als der FV Ottersweier am 03. Juni 1953 seine Geburtsstunde erlebte, wurde der VfB Bühl  gerade Vizemeister in der damaligen 2. Amateurliga. Da der Meister 1. SV Mörsch auf die Aufstiegsrunde verzichtete, spielte Bühl gegen den FV St. Georgen um den Aufstieg in die 1. Amateurliga Südbaden und schaffte dies durch einen 2:0-Erfolg. In den folgenden Jahren erreichten die Zwetschgenstädter zweimal den dritten Platz in der damals dritthöchsten deutschen Spielklasse – der FV Ottersweier indes unternahm gerade seine ersten vagen Gehversuche in der damaligen C-Klasse. 

Eigentlich hätte diese Premiere ja schon am 15. März stattfinden sollen, doch wegen des Corona-Virus wurde die Saison 19/20 bekanntlich während der Rückrunde abgebrochen. Die Vorrundenpartie entschied der VfB mit 3:1 für sich, obwohl der FVO durch einen Treffer von Christoph Welle zur Pause noch mit 1:0 die Nase vorne hatte.

Auch in dieser Saison  kicken beide in der gleichen Liga, aber mit ganz unterschiedlichen Zielvorgaben. Während VfB-Coach Alexander Hassenstein mit einem Spitzenplatz liebäugelt,  ist das Saisonziel beim FV Ottersweier viel weiter unten angesiedelt und lautet einzig und allein Klassenerhalt – auch wenn neulich ein FVO-Fan schmunzelnd meinte: „Egal ob wir absteigen oder nicht – Hauptsache wir gewinnen mal gegen Bühl“. 

Während die Gastgeber nach der knappen Niederlage in Elchesheim aktuell auf Rang 13 liegen, ist  der noch ungeschlagene VfB direkter Verfolger des souveränen Tabellenführers SV Stadelhofen.

„Ich muss ehrlich gestehen, dass  ich nach dem Abpfiff etwas enttäuscht war, weil wir es trotz 50-minütiger Überzahl nicht geschafft haben, mindestens einen Punkt aus Elchesheim mitzunehmen. Man muss aber auch sagen, dass gleich zehn Spieler von Kader 1 gefehlt haben und das kann man nicht so einfach ersetzen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir hauptsächlich in der zweiten Hälfte etwas ängstlich nach vorne gespielt haben und dadurch konnten wir nicht so einen Druck aufbauen,  wie ich mir das gewünscht hätte“, sagte ein enttäuschter FVO-Coach Christian Coratella hinterher. 

>Cora<  weiß, was sein Team am Sonntag erwartet: „Mit dem VFB Bühl kommt ein richtiger Brocken auf uns zu. Eine Top-Mannschaft mit viel Selbstbewusstsein und auf allen Positionen richtig gut besetzt. Gegen die beste Defensive der Liga und die torgefährliche Offensive wird es eine sehr schwierige Aufgabe für uns. Trotzdem ist es ein Derby und wir haben einen leichten Vorteil, weil wir zuhause spielen. Deshalb könnten wir vielleicht für eine Überraschung sorgen“.

 „Unsere Spieler, die Fans und wir alle freuen uns schon auf eine ganz sicher ereignisreiche Begegnung im Lindenstadion. Eine extra Portion Motivation ist hier nicht notwendig. Mit breiter Brust und Team-Power werden wir am Sonntag alles geben. Wie wir alle wissen, haben Derbys ihre eigenen Gesetzte und deshalb werden wir, wenn auch mit einem geschwächten Kader, alles geben, um dem VfB Bühl Paroli zu bieten“,  betont Ottersweiers Sportchef Kresimir Grbavac. 

Für Coach Coratella und einige seiner Akteure  ist es ein ganz besonderes Spiel, schließlich trugen sie alle  auch schon einmal das Trikot der Zwetschgenstädter.

„Klar, für mich ist es immer eine besondere Partie gegen meinem Heimatverein, weil ich sehr viele und unvergessliche Jahren beim VFB verbracht habe und auch meine zwei Söhne in der Jugend beim VFB aktiv sind. Und dazu kommt noch, dass auf der anderen Seite Alexander Hassenstein steht,  der auch mich schon beim VFB trainiert hat“, sagt Coratella.

Personell ist er derzeit nicht auf Rosen gebettet, da zahlreiche Akteure verletzt, krank, angeschlagen oder gesperrt sind.

Wer beim Einlass Zeit sparen will, kann sich unter folgendem Link bereits vorab registrieren:
https://www.fvottersweier.de/2019/wp-content/uploads/2020/08/qrcodes.pdf

-RM-

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