Bitteres Ausscheiden im Bezirkspokal: 3:4 n.V. gegen den SV Vimbuch

Der FV Ottersweier spielte am Wochenende gegen den SV Vimbuch um das Weiterkommen im Bezirkspokal Baden-Baden und verlor erst durch ein Tor kurz vor Ende der Verlängerung denkbar knapp mit 3:4.

Den besseren Start erwischten die Gäste, die nach einer Viertelstunde bereits mit 2:0 vorne lagen. Nach einem Einwurf in den Strafraum stellte Iven Engelhardt die 1:0-Führung her (3.). Der zweite Treffer fiel unter gütiger Mithilfe der FVO-Defensive, die den Ball nach einem Abstoß nicht nach vorne gebracht bekam: Robin Engelhardt schob schließlich aus zwei Metern ins Tor ein (13.). Der Gastgeber sah sich nach zwei vermeidbaren Gegentoren früh im Hintertreffen, gab sich aber keineswegs auf und glich noch vor der Halbzeitpause mit einem Doppelschlag aus. Leonardo Hocak spielte von der Mittellinie aus in die Spitze zu Ali Mamaar Kouadri, der mit hohem Tempo auf das Tor zuging und den Vimbucher Torwart Simon Scharf überwand (35.). Kurz darauf ging Mahan Masumi über die linke Seite und spielte in die Mitte zu Kouadri, der sich nicht zweimal bitten ließ und zu seinem zweiten Treffer einschoss (38.). Vimbuch war überrumpelt und musste wieder bei Null anfangen.

Die zweite Halbzeit verlief, ohne dass eine der beiden Mannschaften ein großes Übergewicht erspielen konnte. Einen Freistoß vor dem FVO-Strafraum schoss Aaron Gründer knapp über den Querbalken (81.). Einen zweiten kurz vor Ende der regulären Spielzeit lenkte FVO-Torwart Moritz Schäfer über die Latte (90.+2). Es blieb beim Gleichstand, wodurch es in die Verlängerung ging.

Da dem FV Ottersweier als klassentieferem Verein ein Unentschieden nach 120 Minuten gereicht hätte, lief in den ersten 15 Minuten der Verlängerung alles nach Plan: Es stand weiterhin 2:2. Mit dem 3:2-Führungstreffer stand der FVO dann sogar schon so gut wie im Achtelfinale. Kein anderer als Toregarant Ali Mamaar Kouadri erzielte den vermeintlichen Siegtreffer, nachdem er den Ball von Alex Ekobo-Scheuerer bekommen hatte, der ihn aus der eigenen Hälfte nach vorne schlug (101.). Doch was in den verbleibenden Minuten bis zum Schlusspfiff folgte, war an Dramatik kaum zu überbieten. Vimbuch zeigte eine bärenstarke Moral und drehte die Partie noch mit zwei Toren. Als der FVO nach einem Vimbucher Angriff den Ball nicht richtig geklärt bekam, setzte Simon Ernst zum Schuss an und hämmerte den Ball ins Toreck – 3:3-Ausgleich (105.). Die Partie entwickelte sich zu einer Zitterpartie, in der der FVO die letzte Viertelstunde überstehen musste. Doch Vimbuch ließ nicht locker und glaubte weiter an seine Chance. Tom Gartner erzielte kurz vor dem Abpfiff den Treffer zum 4:3 und besiegelte damit die große Enttäuschung beim FV Ottersweier.